Erzbischöfliches Gymnasium Privatschulen EbGym Hollabrunn

Compassion 2014: Ein Blick über den Tellerrand – das Eigene um das Unbekannte erweitern

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Welch verschiedene Fähigkeiten und Fertigkeiten ein modernes Gymnasium heutzutage zu vermitteln und zu fördern vermag, haben die Schülerinnen und Schüler des Erzbischöflichen Gymnasiums Hollabrunn bei der Präsentation des Compassion-Projekts eindrucksvoll gezeigt.

Vielseitiges Wissen, Sensibilität und Kreativität verbunden mit Medienkompetenz, passenden Präsentationsformen und einem gesunden, aber maßvollen Selbstbewusstsein haben zu beeindruckenden, zum Teil amüsanten, zum Teil aber auch nachdenklich stimmenden Beiträgen geführt, die den zahlreich erschienenen Gästen einen Einblick in den Compassion-Erfahrungsschatz der jungen Leute gewährt haben.

Bereits zum achten Mal wurde am Erzbischöflichen Gymnasium das Projekt Compassion – diesmal unter der Leitung von Mag. Alexandra Hofmann-Bayer, Mag. Mathilde Ackerbauer und Dr. Claudia Koliander-Bayer - durchgeführt. Andere Lebensweisen kennenzulernen, das Eigene in Frage zu stellen, Verantwortung zu übernehmen, sich in andere Menschen einzufühlen, dort anzupacken, wo Not am Mann oder an der Frau ist – all das sind zentrale Anliegen des Jahresprojekts der siebenten Klassen. Das Herz des Projekts stellt ein zweiwöchiges Praktikum dar, das die jungen Leute in sozialen oder medizinischen Einrichtungen, wie etwa dem SPZ Hollabrunn, Einrichtungen der Caritas, Krankenhäusern, Volksschulen, dem Weißen Hof, Pflegeheimen oder Kindergärten verbringen durften. Auf die Praktikumswochen vorbereitet wurden die Schülerinnen und Schüler von externen Expertinnen und Experten ebenso wie im Fachunterricht. Im Deutschunterricht beispielsweise wurden thematisch passende literarische Werke bearbeitet, wie etwa „Sibirien“ des österreichischen Schriftstellers Felix Mitterer, der sich gewohnt kritisch dem Umgang mit alten Menschen in unserer Gesellschaft nähert. Im Rahmen der großen Präsentation im Festsaal der Schule wurde diese Aufarbeitung mithilfe eines Schattentheaters kreativ umgesetzt - und so mancher Besucher zweifellos zum Nachdenken angeregt. Neben weiteren Betroffenheit erzeugenden Beiträgen, wie etwa inneren Monologen zu Schicksalen von Menschen, die im Haus der Frauen betreut werden oder denen im Weißen Hof geholfen wird, wieder in ihr – neues - Leben zu finden, wurden den Gästen musikalische Gustostückerl und tänzerische Einlagen geboten. Verschiedene anspruchsvoll und aufwändig aufbereitete Sketches haben über den (Arbeits-)Alltag in Pflegeheimen, Kindergärten, Krankenhäusern, der Krankenhausseelsorge, beim AMS und seinen Beratungsfirmen informiert. Einen besonderen Höhepunkt hat auch in diesem Jahr der Beitrag des SPZ Hollabrunn geboten.

Im Info-Raum konnte man sich im Anschluss an die Präsentation im Festsaal einen Überblick über alle mitwirkenden Institutionen verschaffen. Ohne deren Unterstützung wäre ein so großartiges Projekt wie Compassion gar nicht möglich. Bei Wein, Brot und anregenden Gesprächen ließen die MitarbeiterInnen der verschiedenen Compassion-Institutionen, die Eltern, SchülerInnen und LehrerInnen den gelungenen Abend ausklingen, den ein Vater mit folgenden Worten zusammenfasste: „Ich bin beeindruckt von den Leistungen der Schülerinnen und Schüler, von der souveränen Darbietung, von der Vielfalt der Beiträge. Ich freue mich über die Lernmöglichkeiten, die die Schule im Rahmen des Compassion-Praktikums den Kindern bietet - und ich bin sehr stolz auf meinen Sohn.“